Die grössten Baumbewohner des Planeten kommen heute nur noch auf den indonesischen Inseln Sumatra und Borneo vor. Nach Schätzungen der Naturschutzunion IUCN gibt es dort noch rund 57 000 Exemplare, die dem Verlust ihres Lebensraums durch Waldzerstörung, um Platz zu schaffen für Palmölplantagen, Wilderei oder Feuer schutzlos ausgeliefert sind. Allein die grossen Waldbrände in Borneo 1997/98 hätten die dortige Orang-Utan-Population um einen Drittel reduziert .Gut 150 Primaten leben auf den vier geschützten Affeninseln Kaja, Pallas, Bangamat und Hampapak im Susur. Insgesamt warten in den Auffangstationen der privaten Orang-Utan-Schutzorganisationen BOS und OFI etwa eintausend Primaten auf einen Platz in freier Wildbahn – ein Vielfaches der geplanten Kapazität der Auffangstationen. Weiter...
Das Usutu-Virus, an dem im letzten Sommer am nördlichen Oberrhein Tausende von Amseln gestorben sind, zirkuliert noch immer in Deutschland. Wissenschafter haben das Virus in Gemeinen Stechmücken (Culex pipiens) nachgewiesen, die in Kellern in Deutschland überwintert haben. Dies berichtet ein Konsortium von Forschern verschiedener deutscher Organisationen. Die Wissenschafter erwarten, dass in Deutschland auch in diesem Sommer wieder Vögel an dem Virus sterben werden. Weiter...
In einem riesigen Plastikstrudel im Pazifik hat sich die Abfallmenge in den vergangenen 40 Jahren verhundertfacht. Vielen Tieren schadet der Müll, doch eine Art profitiert: Wasserläufer legen ihre Eier darauf ab und vermehren sich immens. Das könnte das gesamte Ökosystem beeinflussen. Weiter ...
Echte Originale, diese Fälscher: Von Berlin aus beliefern die Gebrüder Posin solvente Kunden in der ganzen Welt mit Kopien berühmter Gemälde. Die drei Exilrussen sind auf sehr professionelle Weise ein wenig schräg, denn auch gute PR-Arbeit gehört zum Geschäft. Und das läuft prächtig. Weiter ...
Toaster, Kindervelos, Spielzeuge oder Kosmetika: Die EU warnt ihre Bürger mit einer Liste vor besonders gefährlichen Produkten. Über die Hälfte davon stammt aus China.
Bekleidung und Textilien führen die Liste jener gefährlichen Produkte an, vor denen die EU ihre Bevölkerung warnt. Erstickungsgefahr und Reizungen wurden hauptsächlich beanstandet, wie der Jahresbericht des EU-Schnellwarnsystems Rapex für 2011 zeigt. TagesAnzeiger/online
Australische Meeresbiologen haben zusammen mit Google eine Unterwasserkamera entwickelt, mit der sie Bereiche des Great Barrier Reef in Australien vermessen. Die Aufnahmen sollen diese Riffabschnitte im Internet «navigierbar» machen. Zur interaktiven Webseite
Die Wissenschaftler-Vereinigung Club of Rome schlägt Alarm: Die Ressourcen der Erde seinen ausgereizt, die Menschheit steht am Abgrund. Hoffnung gibt es trotzdem - zumindest ein bisschen. Weiter ...
Der Wettbewerb der Ringkampfkühe in Aproz ist jedes Jahr ein Volksfest für alle Walliser. Der ganze Kanton ist auf den Beinen, und die Konkurrenz zwischen Unter- und Oberwallisern rückt für einmal in den Hintergrund, bei dem nationale Finale der Eringer Kühe.
M13 hat den Zusammenstoss mit einem Zug der Rhätischen Bahn (RhB) vor einer Woche im Unterengadin überlebt. Beim Zwischenfall wurde aber der GPS-Sender, der dem Tier um den Hals gebunden worden war, zerstört.
In den ersten beiden Tagen nach dem Zusammenstoss habe sich M13 stark eingeschränkt bewegt, teilte das Bündner Amt für Jagd und Fischerei heute mit. Mittlerweile habe sich der Aktionsradius des Tieres wieder erheblich erweitert. Weil beim Unfall mit der RhB-Lok das GPS-Sendergerät beschädigt wurde, haben die Jagdbehörden Probleme, den Standort des Jungbären auszumachen. Es besteht die Absicht, den Bären mit einem neuen GPS-Sender auszurüsten. Dafür brauche es aber Geduld und die richtige Gelegenheit.
Chinesische Gemüsehändler haben Kohlköpfe mit Formaldehyd besprüht, um sie auf den langen Transportwegen zu den Märkten länger haltbar zu machen. Formaldehyd ist krebserregend. Die Nachrichtenagentur Xinhua berichtete, diese Praxis sei bei vielen Grosshändlern in der Provinz Shandong festgestellt worden. Im Bericht wurde nicht mitgeteilt, ob Verdächtige festgenommen wurden. Es hiess nur, der Einsatz von Formaldehyd habe in den vergangenen drei Jahren deutlich zugenommen.
Ständig sind Menschen mit Kaffeebechern in der Hand unterwegs und häufig landet zumindest ein Teil der heißen Flüssigkeit auf der Hose - und zwar nicht nur auf der eigenen. US-Wissenschaftler haben nun untersucht, wie man das Überschwappen des Kaffees beim Gehen vermeiden kann. Weiter ...
Kid Koala( Eric San) DJ und Turntablist und lebt in Montréal. . Er steht beim britischen Label Ninja Tune unter Vertrag, tourt mit der Band Bullfrog und ist Mitglied von Deltron 3030, Gorillaz und Lovage.
Mit ihrem Ballastwasser verbreiten Frachtschiffe unbeabsichtigt Wasserlebewesen und Mikroorganismen rund um den Erdball.
Für die Vereinten Nationen sind die zwangsglobalisierten Organismen gar eine der vier grössten Bedrohungen der marinen Umwelt. Neue Technologien sollen das Trittbrettfahren verhindern. Dazu hat die International Maritime Organization in London 2004 den sogenannten D1-Standard verabschiedet. Er schreibt vor, das Ballastwasser auf offener See, weit weg von den Küsten, auszutauschen. Weiter...
Rund 32 000 Menschen haben am Sonntag auf Fahrrädern die Strassen von New York erobert. Durch fünf Stadtviertel führte die diesjährige Velo-Demo in der US-Ostküstenmetropole, an der viele Familien mit Kindern teilnahmen. Die Veranstaltung, bei der Geld für wohltätige Zwecke gesammelt wird, findet seit 1977 statt – im ersten Jahr hatten nur 250 Menschen teilgenommen.
Die 35-jährige US-Sängerin Santigold trifft mit ihrem mitreissenden Stilmix den Nerv der Zeit.
In ihrem neusten Clip fährt Santigold mit dem Boot zu einer Dschungelinsel, die von einem Stamm weiss bemalter Kinder bewohnt wird. Voodoo-Grusel liegt bedrohlich über der «Herr der Fliegen»-artigen Szene, wird aber von einer coolen Trash-Ästhetik gebrochen. Der dubbige ReggaeBass tut sein Übriges. Soeben wurde «Disparate Youth» für die deutsche Vodafon-Kampagne auserkoren.
Pestizide, Herbizide, Fungizide – das sind auch heute noch die Ingredienzen der landwirtschaftlichen Nahrungsmittelproduktion. Die Mittel wurden zwar weiterentwickelt, viele sind bioabbaubar, und der Einsatz wurde immer gezielter. Die Rückstände der einzelnen Wirkstoffe in den Produkten sind mittlerweile weit unter der Schadensschwelle angelangt – «doch niemand weiss, was passiert, wenn die Schadstoffe zusammen wirken». Cesare Gesslers Ziel ist seither: «Wir müssen die Pestizide in der Landwirtschaft aus ökologischen und aus toxikologischen Gründen ersetzen.» Sein Weg dahin: die Methoden der modernen Gentechnologie. Weiter...
Die Produktion von Kakao oder Kaffee, die zur Bestäubung auf Insekten angewiesen ist, hat weltweit zugenommen. Entsprechend stieg der Wert der Bestäuberdienste von Hummeln, Bienen und anderen Insekten. 2009 erbrachten sie Dienstleistungen im Wert von rund 320 Millionen Franken, errechneten Forscher in «PLOS One». 1993 wurde ihre Arbeit noch auf 180 Millionen Franken beziffert. Falls die Lebensräume dieser Insekten weiter dezimiert würden, rechnen die Forscher mit steigenden Preisen für Soja, Äpfel und weitere Anbaufrüchte.
SonntagsZeitung/Zürich
Heute Abend im Fernsehen "Musikantenstadl" aus unserm Städtchen, das muss ich mir, aber wirklich, nicht antun. Da höre ich doch lieber die Prinzessin des Fado Raquel Tavares.
Von 54 Atomreaktoren auf Null. Heute an diesem Samstagabend um elf gehen nach Plan bei der japanischen Atomwirtschaft die Lichter aus. Dann nimmt Hokkaido Electric Power Co. den Reaktor Nummer 3 der Anlage in Tomari zur Wartung vom Netz, den letzten von einstmals 54 Atomreaktoren Japans. Zum ersten Mal seit 1966, als das Atomkraftwerk Tokai 1 120 Kilometer nördlich von Tokio den Betrieb aufnahm, liegt der Anteil von Atomstrom im japanischen Netz wieder bei null.
Die Regierung von Ministerpräsident Yoshihiko Noda hat in den vergangenen Wochen fieberhaft versucht, diesen symbolischen Moment abzuwenden. Es besteht die Befürchtung, dass es umso schwieriger sein wird, die Bevölkerung von der Notwendigkeit zu überzeugen, Reaktoren wieder in Betrieb zu nehmen, je länger das Land ohne Atomstrom über die Runden kommt. Der Härtetest steht im Sommer bevor, wenn der Strombedarf wegen der Klimaanlagen am höchsten ist. Vor allem Wirtschafts- und Industrieminister Yukio Edano warnt immer wieder vor Versorgungsengpässen, er befürchtet, dass Industrieunternehmen die Produktion ins Ausland verlegen könnten, wenn die Stromversorgung nicht gewährleistet ist.
NZZ/online
Das Wildtier namens M13 bereitet Bienenzüchtern und Schafhaltern Sorgen.
Seit Bär M13 im Unterengadin herumstreift, wird dort intensiv über den Schutz von Weidetieren und Bienenstöcken diskutiert. In diesen Tagen kommen die Schafe auf die Frühlingsweiden. Noch bewegt sich der Jungbär mit Vorliebe in Siedlungsnähe. Weiter...
Zecken sind in ganz Deutschland heimisch, aber sie übertragen längst nicht überall in gleichem Maße die Borreliose. Bonner und Leipziger Wissenschaftler haben jetzt eine Karte der gefährlichsten Regionen erstellt. Weiter ...
Immer mehr Bergbauern in der Schweiz geben ihre Betriebe auf: Wo die Berge am höchsten sind, sind die Produktionsbedingungen am härtesten, und das Einkommen ist am tiefsten. Eine Studie beschreibt den Überlebenskampf der Bergbauern. Zur Studie
Um die Häufigkeit von extremen Naturereignissen abzuschätzen, braucht es einen Blick in die Vergangenheit. Erst beim Vergleich über mehrere Jahrhunderte zeigt sich, wie wahrscheinlich grosse Überschwemmungen, Schlammlawinen oder Dürreperioden sind und ob sich ihr Auftreten im Laufe der Zeit verändert.
Mit der Internet-Datenbank Euro-Climhist der Universität Bern werden nun solche historischen Angaben für die Schweiz öffentlich zugänglich. Über 100'000 Daten vom Jahr 1550 bis zur offiziellen Einführung der Instrumentenmessung in der Schweiz 1864 hat das Oeschger-Zentrum mithilfe des Bundesamts für Meteorologie und Klimatologie Meteo Schweiz zusammengetragen. Da die Aufzeichnung von Wetterdaten mit Messinstrumenten erst Mitte des 19. Jahrhunderts begann, waren ältere Daten bis anhin auch für Fachleute rar und schwer zugänglich. TagesAnzeiger/online
Ein deutsches Greenpeace-Mitglied überflog mit einem Motor-Gleitschirm ein Atomkraftwerk und warf zwei Rauchbomben ab. Eine Weitere zündete der Mann im Inneren der Anlage.
Für die Rekordsumme von 119,9 Millionen Dollar ist das Gemälde «Der Schrei» des Norwegers Edvard Munch in New York versteigert worden. Das Bild aus dem Jahr 1895 kam gestern beim Auktionshaus Sotheby's unter den Hammer. Der bisherige Rekord lag bei 106,5 Millionen Dollar für das 2010 versteigerte Bild «Nackte, grüne Blätter und Büste» von Pablo Picasso. «Der Schrei» gilt als Symbol für die Ängste und Verunsicherung des modernen Menschen.