In Berlin-Kreuzberg lacht es bald vom Kirchturm herunter. In einer Kunstaktion ersetzen drei Künstlerinnen aus Frankfurt am Main das Glockengeläut der Emmaus-Kirche durch ein Lachen. Der Turm wird ab Karsamstag bis 7. Mai täglich von 10 bis 18 Uhr lachen. Jede Viertelstunde soll durch die Aktion verkündet werden, wie die Künstlerinnen mitteilten. Je näher es dabei auf die volle Stunde zugeht, desto lauter und länger werde das Lachen. Die Künstlerinnen wollen Passanten einen Moment des Innehaltens verschaffen.
Hersteller von Tierfutter müssen künftig beweisen, was die Werbung verspricht. Durch die Verschärfung wird das Gesetz für Tiere dem für Menschen ähnlicher.
Was bei Lebensmitteln für Menschen seit einigen Jahren gilt, umfasst neu auch die Tiernahrung. Unternehmen, die Gesundheitswirkungen ihrer Futtermittel behaupten, müssen diese in der EU seit September 2010 wissenschaftlich nachweisen können, sobald sie sie in Verkehr bringen. Ende Jahr wird die Verordnung auch in der Schweiz gültig.
Die Heimtiersparte von Nestlé, PurinaPetcare, hat bereits Bekanntschaft mit der EU-Norm gemacht: Das Landgericht Berlin untersagte ihr im Juni 2010, Produkte mit Aussagen wie «Glucosamin und Chondroitin für gesunde Gelenke» oder «mehrfach ungesättigte Fettsäuren fördern die Mobilität übergewichtiger Hunde» zu bewerben, weil sie keine überzeugenden wissenschaftlichen Belege dafür anführen konnte.
TagesAnzeiger/online