Die Vegetation um den Reaktor von Tschernobyl hat gelitten nach der Katastrophe vor 25 Jahren. Viele Nadelbäume in extrem radioaktiv belasteten Gebieten sind damals abgestorben. Andere, auch nach der Katastrophe gepflanzte, zeigen heute vermehrt Missbildungen auf: gelbliche Nadelverfärbungen oder ein abnormales Wachstum wie lange Äste ohne Verzweigungen oder – umgekehrt – büschelartige Triebe, die nicht in die Länge wachsen. Wissenschafter haben nun bei dort wachsenden Waldföhren festgestellt, dass es zu einer Selektion aufgrund der Radioaktivität gekommen ist: Bäume mit bestimmten genetischen Voraussetzungen haben besser überlebt als andere. Weiter…
Die Birkensaison war dem Wetterdienst Meteo Schweiz zufolge «sehr stark, aber kurz». Stark deshalb, weil die hohen Temperaturen im April zu einer intensiven Blüte mit täglich hohen Belastungen geführt hätten. Der Spitzenwert wurde am 6. April in Bern mit 5969 Pollen pro Kubikmeter Luft gemessen. Die meisten Allergiker leiden laut Mitteilung bereits ab 70 Pollen/m3 an Heuschnupfen.
Nun seien die meisten Birken im Mittelland verblüht, sodass die Pollenkonzentration nur noch schwach bis mässig sei. Die Pollensaison dauerte wegen ihrer Intensität nur rund zwei Wochen und damit halb so lang wie in anderen Jahren.
Aufatmen können Allergiker allerdings nur ganz kurz. Denn laut Meteo Schweiz folgt auf die Birkenblüte direkt die Gräserblüte. Während die Gräser üblicherweise Ende April bis Anfang Mai zu blühen beginnen, blühten heuer die ersten im Tessin bereits am 4. April.