Unbekanntes Erbgut aus dem Meer gefischt
San Francisco. – Ein internationales Forscherteam um den US-Genpionier Craig Venter hat eine Exkursion im Nordwestatlantik und im östlichen tropischen Pazifik abgeschlossen. Die Wissenschaftler sammelten Proben und entschlüsselten die Erbsubstanz. Insgesamt erfassten sie 6,3 Milliarden Basenpaare der Erbsubstanz. Das seien doppelt so viele Sequenzen wie im menschlichen Genom. Über die in den Ozeanen lebenden Mikroorganismen ist bisher wenig bekannt, da sie meist nicht im Labor wachsen. Aus den Gensequenzen seien mehr als sechs Millionen Proteine abgeleitet worden, einschliesslich «Tausender neuer Proteinfamilien », schreiben die Forscher in ihren drei Veröffentlichungen. Überraschend viele davon gingen auf Viren zurück. Dies weise darauf hin, dass die Vielfalt der Viren in den Weltmeeren viel grösser sei als bisher angenommen. (DPA/fwt) «PLoS Biology», Bd. 5, e77, e16, e17
Ricotimi - 20. Mär, 10:37