Wölfe zum Abschuss freigegeben
Nach mindestens 55 Schafrissen sind im Wallis zwei Wölfe zum Abschuss freigegeben worden. Der zuständige Departementschef, Staatsrat Jacques Melly, entschied auf Grundlage eines Fazits der interkantonalen Kommission in Bern. Die Jagd beginnt voraussichtlich am Freitag.
Geschossen werden soll ein Wolf im Val d’Illiez im Chablais sowie ein zweiter Wolf im Val des Dix. Als Jäger werden sich die Berufswildhüter der betroffenen Gebiete betätigen. Eine Garantie, dass die richtigen Wölfe geschossen würden, gebe es nicht. Die Bewilligung bedeute nur, dass je ein Wolf geschossen werden dürfe, der den Jägern nahe der Schadensorte ins Visier komme.
Die Umweltorganisation WWF Schweiz reagierte entsetzt: Nachdem vor wenigen Tagen der Zentralschweizer Wolf zum Abschuss freigeben worden sei, stünden nun drei Wölfe auf der Abschussliste. Die Schweiz sei Europameister, wenn es um Abschüsse von Wölfen gehe. «Mit den derzeitigen Bestimmungen des Wolfskonzepts und der heutigen Schafhaltung ist es nicht möglich, dem gesetzlichen Schutz des Wolfes nachzukommen», kritisierte der WWF. Auch Pro Natura sieht das Wolfskonzept als «Alibiübung, um eine unliebsame Tierart mit einem juristischen Deckmäntelchen zu dezimieren.»(AP)
Geschossen werden soll ein Wolf im Val d’Illiez im Chablais sowie ein zweiter Wolf im Val des Dix. Als Jäger werden sich die Berufswildhüter der betroffenen Gebiete betätigen. Eine Garantie, dass die richtigen Wölfe geschossen würden, gebe es nicht. Die Bewilligung bedeute nur, dass je ein Wolf geschossen werden dürfe, der den Jägern nahe der Schadensorte ins Visier komme.
Die Umweltorganisation WWF Schweiz reagierte entsetzt: Nachdem vor wenigen Tagen der Zentralschweizer Wolf zum Abschuss freigeben worden sei, stünden nun drei Wölfe auf der Abschussliste. Die Schweiz sei Europameister, wenn es um Abschüsse von Wölfen gehe. «Mit den derzeitigen Bestimmungen des Wolfskonzepts und der heutigen Schafhaltung ist es nicht möglich, dem gesetzlichen Schutz des Wolfes nachzukommen», kritisierte der WWF. Auch Pro Natura sieht das Wolfskonzept als «Alibiübung, um eine unliebsame Tierart mit einem juristischen Deckmäntelchen zu dezimieren.»(AP)
Ricotimi - 7. Aug, 10:04
rosmarin - 7. Aug, 10:12
da kann ich nur traurig und fassungslos den kopf schützen. wie leicht vermehren sich schafe und wie groß ist wirklich der angerichtete schaden? und wie schwer ist es, dass wildtiere sich wieder ansiedeln und überleben dürfen.