Es ist ein tödliches Ritual: Gegen Ende jedes Jahres legen die EU-Fischereiminister fest, wie viele Fische mit den rund 90.000 Booten unter EU-Flaggen gefangen werden dürfen. Gerechnet wird nicht in Tieren, sondern in Tonnen - und fast immer genehmigen die Politiker deutlich mehr als das, was die zuständigen Wissenschaftler vom Internationalen Rat für Meeresforschung (ICES) noch für verantwortbar halten.
Um ihren Küstengemeinden kurzfristig Einnahmen zu bescheren, erlauben die Politiker eine systematische Überfischung der Gewässer rund um Europa. Doch das rächt sich: Leere Meere sind die Folge, der Ertrag schrumpft. Einen immer größeren Teil ihres Fischkonsums decken die Europäer aus Asien, Afrika und Südamerika. Weiter...
Man kennt das ja. Der eigene Hund ist in der Regel "ein ganz Lieber" und will gewiss "nur spielen". Aufs Kläffen übertragen heißt das: Der eigene Hund macht keinen Lärm, er bellt nur. Das wusste schon Kurt Tucholsky, aber der war eben Deutscher und kein Russe. Weiter...
Der anhaltende Schwund der Wälder kostet die Weltwirtschaft einer EU-Studie zufolge deutlich mehr als die globale Finanzkrise.
Während sich der Verlust an der Wall Street im Finanzsektor nach verschiedenen Berechnungen bislang auf 1 bis 1,5 Billionen Dollar belaufe, verliere die Welt jedes Jahr 2 bis 5 Billionen Dollar in Form von Naturkapital, zitierte der britische Sender BBC am Freitag den Deutsche-Bank-Ökonomen Pavan Sukhdev. «Das ist nicht nur mehr, sondern auch noch fortlaufend. Es passiert jährlich, Jahr für Jahr», sagte Sukhdev der BBC am Rande der Weltnaturschutzkonferenz in Barcelona. Weiter...
Zu viel Feinstaub in der Luft kann nach einer Schweizer Studie bereits Föten im Mutterleib schädigen. Wenn Schwangere zu großer Luftverschmutzung ausgesetzt seien, könne bereits bei ungeborenen Kindern die Entwicklung der Lungen beeinträchtigt werden. Weiter...
Die weltweiten Ozonwerte sind in den vergangenen Jahrzehnten stetig gestiegen und bilden eine zunehmende Gesundheitsgefahr. Davor warnt ein neuer Bericht der britischen Wissenschaftsakademie Royal Society, der an diesem Montag in London vorgestellt werden soll.
In Europa sterben der Studie zufolge rund 21 400 Menschen pro Jahr an den Folgen der Ozonbelastung. Und allein in Großbritannien könne sich die Zahl der Ozontoten bis 2020 noch um 51 Prozent auf 2 391 erhöhen. Dabei ist der Kampf gegen das giftige Gas nach Angaben der Wissenschaftler doppelt schwierig, da sich der Klimawandel und steigende Ozonwerte gegenseitig fördern. Weiter...