Das Grundwasser grosser Gebiete Südostasiens ist mit Arsen verseucht. Eine neue Risikokarte von Dübendorfer Forschern zeigt, dass Millionen Menschen betroffen sind. Weiter...
Sechs Prozent bleiben im Wasser gelöst
Nanopartikel werden durch die biologische Reinigungsstufe in Kläranlagen weniger gut aus dem Wasser herausgefiltert als bisher angenommen und könnten so in Seen und Trinkwasser gelangen. Dies haben Forscher der ETH Zürich vor kurzem in der Fachzeitschrift "Environmental Science and Technology" berichtet. Sie hatten in einem Versuch an einer Experimentier-Kläranlage untersucht, wie sich Nanopartikel des keramischen Materials Ceriumdioxid (CeO2) im Klärschlamm verhalten. Von diesem Material werden heute in der Computerindustrie weltweit Tausende Tonnen eingesetzt, etwa zum Schleifen von Linsen für Handy-Kameras. Weil sie so klein sind – ihr Durchmesser beträgt unter 100 Nanometer – könnten solche Partikel für den menschlichen Organismus gefährlich sein, wenn sie in grossen Mengen in Wasser, Luft und Nahrungsmittel gelangten.(sda)
NZZ/Zürich 15.7.08
«Klimakriege» ist eine heiss debattierte, gut fundierte Studie über Klimawandel als Konfliktherd: eine sachliche Apokalypse.
Von Harald Welzer: Klimakriege. S. Fischer. Frankfurt a. M. 2008. 335 S. Weiter...
In einem umfassenden Werk erzählen Schweizer Wild- biologen die Geschichte der grössten Raubkatze Europas.
Das Rezept steht auf Seite 264 im ersten Band: «Man nehme 1-2 Paar junge, gesunde und zuchtfähige Luchse, 1 willige Kantonsregierung, 1 Jagdbanngebiet mittlerer Grösse, setze die Luchse bei Nacht und Nebel aus, ohne jemanden zu informieren, lasse das Ganze ruhen und warte ab, dass die Population aufgeht.» Weiter...
Die gute Nachricht: Kinder in deutschen Krankenhäusern werden medizinisch gut versorgt. Die schlechte: Informiert und in den Behandlungsablauf einbezogen werden sie und ihre Eltern vielerorts offenbar überhaupt nicht. Bis zu 69 Prozent der Eltern sind mit der Information seitens der Ärzte „völlig unzufrieden“ und fühlen sich bei der Therapie „in keinster Weise“ eingebunden, ergab eine Studie des Hannoveraner ISEG- Instituts im Auftrag der Gmünder Ersatzkasse.
Auf diese Beteiligung hätten Eltern und Kinder jedoch ein Anrecht, betonte der Sozialmediziner und ISEG-Vorstandschef, Friedrich Wilhelm Schwartz, in Berlin. Wenn Therapieoptionen, Vor- und Nachteile von Behandlungen oder individuelle Präferenzen mit ihnen nicht besprochen würden, handle es sich um ein Versorgungsdefizit. Und wenn Ärzte ins Feld führten, dafür im Klinikalltag einfach nicht genug Zeit zu haben, müsse dieses Manko öffentlich thematisiert werden. Weiter...
Korallenriffe werden nun auch von invasiven Algen, die Menschen eigentlich als Nahrungsquelle vorgesehen hatten, bedroht. Erst kürzlich haben Forscher davon berichtet, dass ein Drittel der weltweiten Korallen aufgrund von Klimaänderung und menschlichem Zutun stark unter Druck geraten sind. Die globale Erwärmung und die Umweltverschmutzung haben den Korallen weltweit bereits großen Schaden zugefügt, berichtet das Wissenschaftsmagazin Science.
Dramatisch ist allerdings, was Forscher jüngst im Südseestaat Kiribati entdeckt haben: Tote, mit dicken Algen überzogene Korallenriffe. "Wir fangen immer weniger Fische und die Algen fressen unsere Netze förmlich auf", so Henry Totie, Fischer aus Butaritari, einem Atoll im Norden des Inselstaats Kiribati. Wasserverschmutzung gibt es hier nicht, denn weit und breit gibt es keine Industrie. Weiter...
Verborgene Möglichkeiten zur Steigerung der Bahnkapazitäten
Der weitere Ausbau des Bahnnetzes in der Schweiz ist gegenwärtig in (fast) aller Politiker Munde. Schliesslich geht es darum, etwas mehr als 5 Milliarden für Streckenausbauten zu verteilen. In der politischen Diskussion nicht berücksichtigt wird, dass sich die Kapazität durch gezielte Optimierungen mittels Elektronik beträchtlich erhöhen liesse. Weiter...
Deutschland verliert eine Institution
Durfte er, was gelegentlich vorkam, die Mutter auf dem Amt besuchen, welches ein deutsches Postamt war, so verschaffte dies dem Buben stets Momente des Stolzes. Wie die Mutter da hinter dem Schalter sass, Einschreiben quittierte, Geld annahm oder auszahlte, Sparbücher führte, die Stempel handhabte, aus der Mappe mit Sondermarken das Gewünschte hervorholte, von den Kunden durch Sicherheitsglas geschieden – da hatte sie bei aller Dienstfertigkeit den Anstrich einer Respektsperson. Es gab die Welt diesseits der Barriere, das war die Schlange vor dem Schalter, eine lange Schlange oft, die Geduld verlangte, und es gab das jenseitige Reich mit der Mutter, von deren Arbeitstempo und damit Willen es abhing, wann der Nächste an die Reihe kam. Weiter...
Ein glücklicher Tag für Berlin, ein freudiges Ereignis für die Stadt: Die Sammlung Scharf-Gerstenberg eröffnet im Charlottenburger Stüler-Bau. Weiter...