Lärm im Meer stört die Orientierung und Kommunikation von Walen. Wie tiefe Töne zum Gehör der Tiere vordringen, war bislang nur bei einigen Arten bekannt. Nun zeigt sich: Bei Finnwalen sind die Schädelknochen entscheidend.
Eine Studie im Fachmagazin "PLoS ONE" zeigt, dass Schall zwar auch über das weiche Gewebe weitergeleitet wird, allerdings vorwiegend die höheren Frequenzen. Bei tiefen Tönen reicht diese Weiterleitung nicht aus. Die Frequenzen werden stattdessen durch den Knochen geleitet. In niedrigen Frequenzen sei diese Knochenleitung viermal empfindlicher als das Weichgewebe-Pendant, im Bereich zwischen 10 und 130 Hertz sogar bis zu zehnmal sensibler.
In der sibirischen Tundra ist die Welt verkehrt. Gletscher wachsen nicht an Berghängen oder Hochplateaus. Das Eis bildet sich vielmehr als Keil im Untergrund der Permaböden. In solchen Eiskörpern im russischen Lena-Delta fanden Forscher des Alfred-Wegener-Instituts ein überraschendes Klimaarchiv. Die Vergangenheit der sibirischen Winter hatten sie sich anders vorgestellt. Anstelle von Schwankungen zeigen die Temperaturdaten einen klaren Trend: Die Winter im Lena-Delta sind seit 7000 Jahren stetig wärmer geworden.
Mit der „Garden Bridge“ will die britische Hauptstadt die 36. Brücke über die Themse bauen Darauf soll kein Verkehr fließen, sondern ein Park entstehen – ein „schwebendes Paradies“. Weiter ...
Ihre Tournee «Merci» im April werde ihre letzte sein, gab die bald 88-jährige französische Chansonsängerin Juliette Gréco, Muse der Existenzialisten, bekannt. Sie wolle kein «Spektakel einer alten Frau» abgeben, die sich an etwas festklammere. Entdeckt wurde die zierliche Frau mit der tiefen Stimme nach dem Zweiten Weltkrieg von Jean-Paul Sartre, der einen der ersten Liedtexte für sie schrieb.
Ist es wirklich so schlimm, wenn Tiere und Pflanzen in Lebensräume eindringen, in denen sie nicht heimisch sind? Ein britischer Biologe plädiert für mehr Gelassenheit. Weiter...
Wie es in einer am Freitag im britischen Fachmagazin "Environmental Research Letters" veröffentlichten Studie heisst, verzeichneten zwei Drittel der Städte eine Zunahme von Nächten mit sehr hoher Temperatur. Unter den fünf Jahren in diesem Zeitraum, in denen es die meisten Hitzewellen gab, waren die Jahre 2009, 2010, 2011 und 2012.
"Mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung lebt heute in Städten", erklärte Studien-Mitautor Vimal Mishra vom Indian Institute of Technology (IIT) in Gandhinagar. "Es ist deswegen besonders wichtig zu verstehen, wie sich in diesen Gebieten das Klima und vor allem Klima-Extreme verändern."
Nachdem der Vatikan die Einrichtung von Duschen für Obdachlose angekündigt hat, folgt jetzt auch ein Coiffeursalon. Dort sollen sich die Menschen, die rund um den Kirchenstaat auf der Strasse leben, kostenlos die Haare schneiden lassen können.
"Das Erste, was wir wollen, ist den Menschen ihre Würde zurückzugeben", sagte der Almosenpfleger des Papstes, der polnische Erzbischof Konrad Krajewski. Der Friseursalon soll am 16. Februar öffnen, wenn auch die Duschen am Petersplatz in Betrieb gehen.
Immer montags, wenn die anderen Coiffeure in Rom geschlossen haben, sollen dort der Ansa zufolge zahlreiche Ehrenamtliche arbeiten. Auch die Ausrüstung des Salons am Petersplatz wurde gespendet. "Zu duschen und die Wäsche waschen zu können, reicht nicht aus. Es ist auch wichtig, die Haare und den Bart in Ordnung zu halten, auch um Krankheiten vorzubeugen".
Der Vatikan hatte im November mit dem Bau von drei Duschen für Obdachlose begonnen. "Ein Mensch, der keine Möglichkeit hat, sich zu waschen, ist ein sozial ausgegrenzter Mensch".
Katzenfreunde haben es in Singapur nicht leicht. Die Haltung der Tiere ist in staatlichen Wohnungen, in denen rund 80 Prozent der Einwohner leben, verboten. Örtliche Tierschutzorganisationen wie die "Cat Welfare Society" führen Sterilisationen durch, um die Zahl der etwa 50'000 auf der Strasse lebenden Katzen zu kontrollieren. Allmählich wird die strenge gesetzliche Regelung gelockert. Seit dem Start eines staatlichen Pilotprojekts im Jahr 2012 sind Katzen in mehr als 100 Wohnhäusern erlaubt.
Als "Neko no Niwa" vor mehr als einem Jahr eröffnet wurde, war es das erste Katzencafé in Singapur. Die Besitzer, Samuel Isaac Chua und Tan Sue Lynn, liessen sich von dem aus Japan stammenden Trend inspirieren: "Neko no Niwa" bedeutet auf Japanisch "Katzengarten". Allein im Jahr 2014 haben in dem südostasiatischen Stadtstaat vier weitere Katzencafés aufgemacht. Auch in Berlin, München, Wien und London gibt es solche Lokale.
Die Wodka-Produktion in Russland ist im vergangenen Jahr drastisch zurückgegangen. Wie das Statistikamt Rosstat am Mittwoch mitteilte, wurden 2014 rund 666 Mio. Liter des russischen Nationalgetränks hergestellt, 22,3 Prozent weniger als 2013.
Allein im Dezember lag der Rückgang demnach bei fast 47 Prozent. Im Kampf gegen den Alkoholismus war der Wodka-Preis in den vergangenen Jahren drastisch gestiegen. Das führte dazu, dass die Konsumenten mehr und mehr auf Schwarzgebranntes zurückgriffen.
Nach Einschätzung eines Vertreters der Marke Russki Standard, Igor Kossarew, stieg der Anteil von gepanschtem Wodka innerhalb von eineinhalb Jahren um 15 Prozent auf 60 Prozent. Um gegenzusteuern, setzte die Regierung ab dem 1. Februar den Mindestpreis auf eine Halbliterflasche auf 185 Rubel (2,45 Euro) fest.
Juno bescherte dem Nordosten der USA eine dicke Schneedecke von bis zu 90 Zentimetern.
Obwohl das Schlimmste überstanden schien, war es am Dienstag in New York zunächst stiller als an Sonn- und Feiertagen. Viele Geschäfte, Büros, Kindergärten und Schulen blieben geschlossen. Dafür waren die Parks voller Familien mit Schlitten und Skiern.
Einige Läden hatten wieder geöffnet. Das Angebot war nach den Angstkäufen vom Vortag dünner als sonst, tatsächliche Engpässe gab es aber nicht. Nur Schneeschaufeln und Schlitten waren überall ausverkauft.
Ein Gericht in Nordfrankreich hat zwei Kinder davor bewahrt, zeitlebens wegen ihres Namens gehänselt zu werden. Die von den Eltern gewünschten Vornamen "Nutella" und "Erdbeere" für ihre Babys lehnte das Gericht ab, wie es bei der Staatsanwaltschaft von Valenciennes hiess.
Diese Vornamen würden den Interessen der Kinder schaden. Im Falle des Schoko-Nuss-Brotaufstrichs "Nutella" als Vorname beschloss das Gericht demnach eine Umbenennung des Kindes in "Ella".
Im zweiten Fall, in dem das Gericht auf das Risiko von "Hänseleien" verwies, falls das Kind "Fraise" (deutsch: Erdbeere) genannt würde, entschieden sich die Eltern letztlich für einen altfranzösischen Vornamen aus dem 19. Jahrhundert: Das kleine Mädchen heisst jetzt "Fraisine".
Die Artenvielfalt ist in Städten mit ausreichend Grünflächen höher als in intensiv genutzten Agrargebieten. Das zeigt eine Studie der Universität Bern. Die Biologinnen Tabea Turrini und Eva Knop vom Institut für Ökologie und Evolution verglichen im «Global Change Biology» die Artenvielfalt in den sechs Schweizer Städten Zürich, Basel, Genf, Bern, Chur und Locarno mit jener in jeweils umgebenden intensiv genutzten Agrarlandschaften. Zudem wurde untersucht, welche Landschaftsstrukturen innerhalb der Stadt eine hohe Biodiversität fördern. Als Mass für die Artenvielfalt nutzten die Forscherinnen baumbewohnende Käfer, Wanzen, Zikaden und Spinnen, die sie mit einer Art Riesenstaubsauger von den Bäumen holten.
Es zeigte sich, dass die Biodiversität je nach Tiergruppe in der Stadt gleich hoch oder sogar höher ist als im intensiv genutzten Agrarland – ein Ergebnis, das auch die Wissenschaftlerinnen überrascht hat. Entscheidend für die Artenvielfalt auf den untersuchten städtischen Bäumen war die umgebende urbane Landschaft. Bäume, die innerhalb von 500 Metern von vielen Grünelementen umgeben waren, wiesen bei allen vier Tiergruppen eine signifikant höhere Artenzahl auf als Bäume in «grauen» Stadtteilen. «Eine wichtige Erkenntnis aus unserer Studie ist, dass Städte so geplant werden müssen, dass sie ausreichend Grünelemente bieten, wenn wir die negativen Effekte der allgemeinen Verstädterung auf die Biodiversität verringern möchten», so Tabea Turrini. Dies sei durchaus eine grosse Herausforderung für die Stadtplaner, da Städte ja auch kompakt bleiben sollten, um die Ausweitung in die umgebende Landschaft einzudämmen.
Der weisse Bergarbeiter Dock Boggs sang zum monotonen Plinkern des Banjos – eines Instruments, das afrikanische Sklaven nach Amerika gebracht hatten – seine unheimlich verrätselten Balladen: «Time and mercy is out of reach», drohte er, «I’ ll fix your feet ’til you can’ t walk / I’ ll lock your jaw ’til you can’ t talk.»
Am Samstag erklärte Umweltminister Greg Hunt, Schlamm und Meeresboden aus der Erweiterung von Häfen sollen künftig nicht mehr im Grossen Barrier-Riff entsorgt werden dürfen. Experten warnen seit Jahren, die Praxis gefährde die Flora und Fauna des mit 2500 Kilometer Länge vor der Küste von Queensland gelegenen grössten Korallengebildes der Welt.
2013 hatte Hunt einem Plan des indischen Kohlegiganten Adani zugestimmt, drei Millionen Tonnen Schlamm aus der Erweiterung des Kohleverladehafens Abbot Point im Riff zu «entsorgen». Nach internationalen Protesten prüft er nun die Endlagerung in einem als gefährdet eingestuften Feuchtgebiet. Wegen Umweltbedenken hatten sich verschiedene internationale Finanzhäuser geweigert, das Projekt zu finanzieren, unter ihnen die Deutsche Bank.
Was Klimaschützer seit Jahren vehement fordern, macht der Crash des Ölpreises auf einmal möglich. Umweltschädliche Förderprojekte in Nordamerika stehen vor dem Aus. Der bislang letzte Schlag für die Ölkonzerne in Nordamerika kam von ungewohnter Seite. Prinz Alwaleed bin Talal, ein Neffe des verstorbenen saudischen Königs Abdullah, widersprach letzte Woche der Branche, wonach ein Fass Rohöl mittelfristig wieder 100 Dollar kosten könnte. Dies aber ist der Preis, der für zahlreiche riskante und oft umweltschädliche Projekte nötig ist, um sie profitabel zu machen. Als Erstes hat Kanada auf die gedrückten Prognosen reagiert. Die zwei grossen Energiekonzerne des Landes stoppten mehrere Ölsandprojekte; und die norwegische Statoil zieht sich sogar völlig aus dem klimabelastenden Abbau in Kanada zurück.