Ausgerechnet ein Schiff der Umweltorganisation Sea Shepherd hat gestern die Besatzung eines Wildererschiffs gerettet. Die Thunder hatte in Gewässern vor Afrika ein Notsignal abgesetzt.
Die Bob Barker war der Thunder im Rahmen der «Operation Icefish» seit Monaten gefolgt, um auf illegale Fischerei aufmerksam zu machen. Bob-Barker Kapitän Peter Hammarstedt geht davon aus, dass der ThunderKapitän sein Schiff versenken wollte, weil er keinen Hafen mehr anlaufen konnte.
Drei Mann von der Bob Barker gingen an Bord der Thunder und stellten Computer, Mobiltelefone und Karten sicher. Auch ein ganzer Antarktisdorsch lagert jetzt als Beweismittel für die Wilderei der Thunder in der Tiefkühltruhe der Bob Barker. Ein zweites Sea-Shepherd-Schiff, die Sam Simon, nahm die 39 zunächst auf Rettungsinseln verfrachteten Besatzungsmitglieder an Bord. Die Thunder fuhr unter nigerianischer Flagge, verlor die Zulassung aber wegen Verstössen gegen Fischereiregeln und gilt als Piratenschiff.
Erstmals in seiner Geschichte macht Kalifornien angesichts extremer Dürre seinen Bürgern Vorschriften zum Wasserverbrauch. Der kalifornische Gouverneur Jerry Brown hatte in der vergangenen Woche verpflichtende Regeln angekündigt, mit denen der Wasserverbrauch um 25 Prozent gesenkt werden soll. Grund dafür sei, dass kein Ende der derzeitigen Trockenheit in Kalifornien in Sicht sei. In dem Bundesstaat leben rund 40 Millionen Menschen.
Nun sollen unter anderem in Grünanlagen der Städte insgesamt 4,6 Millionen Quadratmeter Rasenflächen durch anspruchslosere Pflanzen ersetzt werden. Universitäten, Golfplätze, Friedhöfe und andere Einrichtungen mit grossen Rasenflächen sollen zum sparsameren Bewässern angehalten werden. Darüber hinaus sollen Wasserversorger ihr Tarifsystem so ändern, dass Wasserverschwendung für die Verbraucher teuer wird.
Weitgehend von den Sparmassnahmen ausgenommen ist der Landwirtschaftssektor, obgleich dort der Grossteil des Wassers verbraucht wird.
In Neuseeland haben Farmer beim alljährlichen Osterhasenabschuss tausende Kaninchen getötet. Die Jagd endete am Samstagmittag mit mehr als 8400 erlegten Tieren.
Der Jagd vom Samstag ("Easter Bunny Hunt") werde aber kaum eine nennenswerte Auswirkung auf die Kaninchenpopulation in der Region haben, sagte Feron. Der Jagdwettbewerb wird im Bezirk Central Otago für einen guten Zweck veranstaltet. Die Jägergruppen haben 24 Stunden, um so viele Kaninchen wie möglich zu erlegen.
Kaninchen, die von Siedlern nach Neuseeland gebracht wurden, gelten als Landplage. Die nicht einheimischen Tiere vermehren sich stark und richten auf landwirtschaftlichen Betrieben schwere Schäden an.
Kaum hat es sich der Friseurmeister am Abend auf seiner Couch bequem gemacht, kommt sein schwarzgefiedertes "Super-Huhn" angehüpft. Wie Mösi vom Hühnerhof in die Wohnung gelangt ist? Einfach ein kleiner Satz durch die Katzenklappe in der Terrassentür. Die großen Perserkatzen Lavinia und Michel sind nur staunende Zuschauer - und Konkurrenten um die Streicheleinheiten, die Mösi besonders an ihren Kehllappen liebt. Weiter ...
Bestimmte Ameisenarten kommen auf Trottoirs besonders häufig vor.
Manche Arten in Manhattan haben eine Vorliebe für Lebensmittel, die auch der Mensch isst. Andere Spezies verschmähen dagegen diese reichlich vorhandene Kost. Das berichten die Forscher der North Carolina State University in Raleigh in der Publikation «Proceedings B» der britischen Royal Society. «Wir wollten mehr darüber erfahren, warum manche Ameisenarten neben uns auf Trottoirs oder in Gebäuden leben können, während andere ausserhalb der menschlichen Gegenden bleiben», sagt Clint Penick in einer Mitteilung seines Instituts. Demnach wirft ein Stadtbewohner pro Jahr etwa eine halbe Tonne Müll weg, davon 75 Kilo Lebensmittel.
Erst im Dezember hatten Forscher derselben Universität berichtet, dass Insekten und andere Krabbler in New York eine wichtige Rolle als Strassenreiniger spielen. Demnach schaffen sie allein auf den Mittelstreifen von Broadway und West Street Essensreste im Umfang von jährlich etwa 60 000 Hotdogs weg. Diese Form der Abfallbeseitigung habe einen positiven Nebeneffekt, schrieben die Forscher damals: Je mehr Essensreste die Tiere vertilgten, desto weniger bleibe für Ratten und Tauben übrig. So dienten Ameisen auch der Schädlingsbekämpfung.
Ein Graffiti des weltbekannten Strassenkünstlers Banksy hat im Gazastreifen für einen Spottpreis den Besitzer gewechselt. Der britische Maler, über dessen Identität es nur Mutmassungen gibt, veröffentlichte Ende Februar ein Video von drei Werken, die er bei einem heimlichen Aufenthalt in den Kriegstrümmern des isolierten Palästinensergebiet hinterlassen hatte.
Eines der Gemälde, eine trauernde Göttin Niobe, wurde nur einen Monat später für 700 Schekel (umgerechnet 170 Franken) von seinem Eigentümer im Unwissen über deren wahren Wert , von einem Journalisten erworben und mitgenommen – Sammler haben auf Auktionen bereits rund eine Million Franken für Banksy-Werke bezahlt.
Nicht nur in der Vogelwelt ist die Gesangskunst verbreitet. Mäuse sind ebenfalls Meister darin und überraschen mit einem breiten Repertoire.
Männliche Mäuse (Mus musculus) benutzen unterschiedliche und erstaunlich komplexe Gesänge, um Weibchen zu bezirzen. Die Fähigkeit der Nager ist dabei ähnlich der von Singvögeln, auch wenn sie nicht so ausgefeilt ist. Das berichten US-Forscher der Duke University in Durham im Fachblatt «Frontiers of Behavioral Neuroscience».
Einer der grössten Solarzellenparks Frankreichs steht in der Region Alpes-de-Haute-Provence. Unzählige Panels sorgen dort für eine surreale Landschaft.
Der japanische Nahrungsmittelkonzern House Foods hat es nach eigenen Angaben in der Hand, dass künftig niemand mehr beim Zwiebelschneiden in Tränen ausbrechen muss. Es sei gelungen, das Enzym auszuschalten, das für die Produktion der zu Tränen reizenden Substanz zuständig sei, teilte der Konzern mit. Ob die Gewächse tatsächlich auf den Markt kommen, sei noch nicht entschieden. Für ihre Forschung zu den biochemischen Prozessen beim Zwiebelschneiden hatten die Wissenschaftler 2013 den «Ig-Nobelpreis» der Universität Harvard erhalten – diese zeichnet jedes Jahr wissenschaftliche Leistungen aus, «die Leute zuerst zum Lachen und dann zum Nachdenken bringen».
Bei einer Kontrolle des Postverkehrs am Zürcher Flughafen ist dem Zoll kürzlich ein Paket voller Plastikenten aufgefallen. Deklariert als Geschenk, war es von Thailand in die Schweiz geschickt worden.
Als die Zöllner die Entchen näheruntersuchten, entdeckten sie, dass in deren Innern 2054 Thaipillen und 53 Gramm Crystal Meth versteckt waren. Man hat den Fund der Kantonspolizei Zürich übergeben.
Zwölf Sommerlinden hatte Bauer Daniel Tschannen im vergangenen Herbst auf seinem Hofgrundstück in Illighausen südöstlich von Kreuzlingen gepflanzt. Nun stehen in seiner Halb-Allee nur noch deren Elf. Er habe seinen Augen kaum getraut, sagt Tschannen über den Moment, als er am Sonntagmorgen das Fehlen einer Linde entdeckte. Immerhin rund zweieinhalb Meter gross und zwölf Zentimeter im Durchmesser ist der Baum, der wohl Samstagnacht verschwunden ist.
Bitte Baum zurück – oder bezahlen, fordert der Bauer den Dieb mit einem Schild an der Stelle des gestohlenen Baumes auf. Übriggelassen hat der Dieb nur den Pfahl. Baumschutz, Kordel und Agraffe sind mit der Linde verschwunden. Weil seine Bäume mit Erdballen gepflanzt worden seien, ist es einfach, eine Linde samt Wurzeln auszugraben. Ohne Werkzeug und grosses Gefährt sei das aber nicht möglich.
Für den Dieb hat der Bauer kein Verständnis. So eine Linde kostet rund 150 Franken. Das kann sich jeder leisten. Den Diebstahl hat er der Polizei gemeldet. Ob er Anzeige erstatten wird, ist noch nicht entschieden.
Bei der Kantonspolizei Thurgau hat man kaum Erfahrung mit gestohlenen Bäumen. Doch sei ein Finden der Linde unwahrscheinlich, sagt Mediensprecher Matthias Graf. Schliesslich habe ein Baum keine klaren Erkennungszeichen. «Die Linde wird also kaum zu identifizieren sein.»