Trotz drohender Geldbuße – im Wald und auf öffentlichen Grünflächen lassen Hundebesitzer ihre Tiere oft ohne Leine laufen. Derzeit ist das aber auch aus einem anderen Grund nicht ratsam. Auf Berliner Gebiet sind in Treptow-Köpenick Füchse an der Staupe verendet. Bereits vor zwei Wochen meldete Schöneiche bei Berlin tote Tiere. Die Virusinfektion kann auch auf Hunde übergreifen. „Ich hätte Bauchschmerzen, meinen Hund derzeit durchs Unterholz laufen zu lassen“, sagt Ulrich Wittstatt vom Berliner Institut für Lebensmittel, Arzneimittel und Tierseuchen, das im Auftrag der Veterinärämter der Bezirke verendete Wildtiere untersucht. Schon seit dem Frühjahr gebe es mehr Fälle als sonst. Jetzt sei es noch schlimmer geworden. „Mittlerweile ist jeder zweite Fuchs, der uns gebracht wird, von der Staupe befallen“ , sagt Wittstatt.
Die Krankheit könne sich schnell ausbreiten, weil die Population der Füchse ungewöhnlich hoch sei. Die Tiere haben sich an die Stadt angepasst und werden in der Regel nicht mehr geschossen. Außerdem werden sie nicht mehr von der Tollwut bedroht. Der letzte Fall in Berlin ist 1996 aufgetreten. Als Mittel gegen die weitere Ausbreitung schlägt Wittstatt deshalb vor, mehr Füchse zu erlegen. Der Staupe-Virus wird über Tröpfcheninfektion übertragen, zum Beispiel über den Kot der befallenen Tiere. Symptome können Husten, Atembeschwerden, Durchfall oder Erbrechen sein. Gefährdet sind auch Marder, Waschbären und anderes Raubwild. Weiter...
Ein französisch-deutsches Forscherteam hat erstmals den Wert von Bestäuberinsekten wie etwa Bienen für die Nahrungsmittelherstellung berechnet. Der Studie zufolge hat der ökonomische Nutzen durch diese Tiere im Jahre 2005 rund 153 Mrd. Euro betragen. "Die Summe entspricht knapp einem Zehntel des Gesamtwertes der Weltnahrungsmittelproduktion", meint Studienautor Josef Settele vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) http://www.ufz.de im pressetext-Interview. Die Studie über die ökonomische Verwundbarkeit der Weltagrarproduktion durch den Rückgang von Bestäubern ist im Fachmagazin Ecological Economics erschienen. Weiter...
Der Klimawandel verursacht Probleme bei der Trinkwasserversorgung: Höhere Temperaturen in Seen, Flüssen und im Grundwasser verschlechtern die Qualität. Weiter...
In Kassel funktioniert das Müllwesen so, wie es normalerweise im Westeuropa des 21. Jahrhunderts funktioniert. Die Abfälle werden regelmässig gesammelt, und an den Strassenecken stehen gut gefüllte Recyclingcontainer, weshalb die Umerziehung der Bevölkerung zwecks Ressourcenschonung als geglückt gilt. Weiter...
Eine Delikatesse im Zwielicht
Die stacheligen Seeigel sind in Norwegen nicht gerade populär. Nicht unbedingt, weil sie die nackten Füsse der Badenden bedrohen, von denen es an der 2500 Kilometer langen Küste nicht besonders viele gibt, sondern weil sie die einstmals so riesigen Tangwälder dramatisch reduziert haben sollen. Schuld daran soll der unbändige Appetit der kugeligen Stachelhäuter sein. Das zumindest meinen Forscher des Norwegischen Institutes für Wasserforschung (NIVA). Von den Seeigeln gehe sogar eine Gefahr aus, die grösser sei als die Bedrohung durch die Erdölindustrie. Weiter...
Berner Forscher haben ein Gen für den Haarwuchs entdeckt. Sie haben die Mutation gefunden, die zur Haarlosigkeit bei Nackthunden führt. Die Entdeckung könnte auch für den Menschen nützlich sein. Weiter...
Balduin und Flecki fiepen ängstlich um ihr bisschen Leben. Die winzigen Eichhörnchen sind aus dem Nest gefallen oder von der Mutter verstoßen worden. Auf dem Steinboden einer Terrasse in Berlin haben sie keine Chance.
Doch mit Tanya Lenn und Esther Krautwald von der Eichhörnchen-Hilfe Berlin-Brandenburg e.V. kommen nach kurzer Zeit zwei Retter aus dem Brandenburgischen südlich von Berlin, bringen die bedrohten Tierbabys in die Notaufnahme, wo sie in liebevoller Handaufzucht gepäppelt werden. Von dort aus haben schon mehr als 400 Mini-Eichhörnchen den Weg zurück in ein Leben in der Natur gefunden. Weiter...
Süße Küsse geben Energie: Eine spezielle Berufsgruppe unter den Bienen versorgt schwer arbeitende Kolleginnen regelmäßig mit einem Snack und füttert sie von Mund zu Mund mit Honig. Diese Tankwartbienen hat die Zoologin Rebecca Basile vom Biozentrum der Universität Würzburg entdeckt. Weiter...