Rund dreitausend Taiwaner haben am Sonntag den ersten Geburtstag des ersten in Taiwan geborenen Pandas gefeiert. Unter den vielen mitfeiernden Kindern brach Jubel aus, als Yuan Zai von ihren Pflegern mit einer Geburtstagstorte aus Äpfeln, Ananas, Karotten und Brötchen beschenkt wurde.
Joe Henry
Neun Minuten, das ist kein kurzes Leben. Wenigstens nicht in einem Song, man kennt ja die Beispiele, in denen die Leute im Verlauf einer einzigen Zeile auftreten und sterben. Hier, im Fall von «Sign», passiert es der Mutter des Sängers in Zeile vier, wir stecken noch mitten im Exposé: «I got his name», singt er über seinen Vater, «and killed his wife.» Doch was nun folgt nach der todbringenden Geburt des Sohnes, sind neun Minuten und ein ganzes Leben. Joe Henry lässt seinen namenlosen Sänger als Kind verstocken und schickt ihn dann in die Bergwerke, die schon seinen Vater in die Flucht getrieben haben und jetzt auch ihn: «They claim these hills, / But they can’t claim me.» Er wird Seemann und Soldat auf einem Kriegsschiff, er wird Trinker, geheimer Liebhaber, Assistent eines Arztes und Häftling.
Und dann, in den letzten zwei Minuten der letzten Strophe, ist alles vorbei, und was ihm bleibt ist nur noch die Erinnerung an ein Mädchen in der Schule, von dem er hoffte, es könnte lernen, seine Lippen zu lesen: «Please love me.» Und noch einmal ziehen die Bläser auf wie für einen Trauerumzug, dann sind auch sie weg, und der Song ist vorbei.
Alles dabei: hektisches Geklimper und hektisches Hin-und-Her-Eilen, als wäre die Kamera von 1913, dramatische Texttafeln und dramatische Gesten. Stefan Eichenberger imitiert in «Salty Times» en détail die Stummfilme alter Zeit.
Der Film handelt von einem streberhaft-schüchternen Handlungsreisenden, der ein Hotel aufsucht – und dort von einer lasziven Sängerin deftig bezirzt wird. Doch das hat, zum Leidwesen des Salzstreuerverkäufers, keine amourösen Gründe, sondern ist kalte Kalkulation.
Die eingängige Melodie des Lieds klingt aus vorbeifahrenden Autos und dient als Stimmungsmacher beim Public Viewing. Für Belgiens Rote Teufel ist die Fussball-WM in Brasilien vielleicht noch lange nicht zu Ende. Der Song «Ta fête» des Rappers Stromae wird den Triumphzug der Diables rouges auch für das Publikum zu Hause auf alle Fälle bis ans Ziel begleiten.
In Deutschland soll die umstrittene Schiefergasförderung (Fracking) wie in den USA oder Kanada auf längere Zeit keine Chance haben. «Das unkonventionelle Fracking wird nicht erlaubt», sagte Bundesumweltministerin Barbara Hendricks am Freitag in Berlin bei der Vorlage von Eckpunkten für ein Gesetz. Die mit Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) abgestimmten Regelungen würden die schärfsten sein, die es in diesem Bereich je gegeben habe. So soll es auch strengere Bestimmungen für die konventionelle Erdgasförderung geben, die ebenfalls unter dem Begriff Fracking seit Jahrzehnten in Deutschland eingesetzt wird. Das Bundeskabinett soll das Vorhaben nach der Sommerpause beschliessen. Bohrungen in Schiefer- und Kohleflözgestein in weniger als 3000 Meter Tiefe würden verboten, heisst es in den Eckpunkten. Dies könne durch eine Verschärfung des Wasserhaushaltsgesetzes erreicht werden, da Grundwasser in diesen Tiefen betroffen sein kann.
Eine in China neu entdeckte Wespenart (Deuteragenia ossarium) hat eine grausige Art, ihre Brut zu schützen: Sie füllt die äusserste Kammer der Bruthöhle mit toten Ameisen, wie chinesische und deutsche Forscher im Fachjournal «PLOS One» berichten. Die Ameisenleichen wirken als Schutzwall gegen Parasiten. Die Forscher haben im Südosten Chinas 829 Wespennester gesammelt und sind dabei auf 73 Nester einer bislang unbekannten Art gestossen. Die neue Art gehört zu den Wegwespen, die Spinnen parasitieren. Sie legt ihre Brut zusammen mit einer gelähmten Spinne als Futter in Nesthöhlen.
Toter Esel lockt Bär M25 in die Videofalle
Ende Mai tappt der Braunbär M25 in den Wäldern der italienischen Gemeinde Vervio im Veltlin in eine Videofalle. Die Polizei hatte als Köder einen toten Esel ausgelegt.
Kryptozoologen suchen seit Jahrzehnten nach dem Yeti und Verwandten wie „Bigfoot“. Jetzt haben sie das Erbgut aus angeblichen Fellproben analysiert - und winken ab: Es gibt ihn nicht, den Yeti.
Dreißig der bislang gesammelten Haarproben, die sich in Museen und in Privatbesitz befinden, wurden jetzt von einer Arbeitsgruppe um den britischen Humangenetiker Bryan Sykes von der Universität Oxford in den „Proceedings of the Royal Society B“ untersucht . Neben Yeti, Bigfoot und Almasty war auch ein Fund aus Sumatra dabei. Der Fellfetzen wird einem rätselhaften Primaten zugeordnet, der Orang Pendek getauft wurde. Die ältesten Proben waren mehr als fünfzig Jahre alt.
Praktisch jeder Süssgetränkehersteller fährt inzwischen seine Diätlinie, und alle sagen sie dasselbe: Das Getränk bleibt das Altbekannte, nur eben gesünder, weil kalorienarm. Die Wirklichkeit sieht anders aus. Zucker muss künstlichen Süssstoffen weichen – doch diese werden kontrovers diskutiert, sie stehen unter Verdacht, Krebs zu fördern, die Zähne zu verderben und dick zu machen. Weiter...
Männer mit einem Geburtsdatum im November, Dezember oder Januar seien einer Studie zufolge etwas häufiger Linkshänder, schreiben Forscher der Universität Wien im «Cortex». Sie haben zwei unabhängige Datensätze von fast 13 000 Personen aus Österreich und Deutschland analysiert. 10,5 Prozent der von November bis Januar geborenen Männer waren Linkshänder, im Vergleich zu 8,2 Prozent Linkshändern von Februar bis Oktober. Mehr Tageslicht in den Sommermonaten erhöhe den Testosteronspiegel der Mutter, was gemäss einer umstrittenen Theorie zu einer etwas stärkeren Tendenz zur Ausbildung von Linkshändigkeit führen könnte, glauben die Forscher. Es sei ein kleiner, aber beständiger und somit «relativ bedeutsamer Effekt» der Jahreszeit, der zudem nur Männer betreffe.
Teufelsrochen tauchen viel tiefer als bisher angenommen. Dabei nutzen sie vermutlich ein besonderes Organ, das ihr Gehirn warm und somit funktionsfähig hält. Das berichten Biologen, die 15 Rochen mithilfe von Satellitensendern beobachtet hatten. Sie entdeckten, dass sich die Tiere nicht, wie vermutet, immer nahe der Wasseroberfläche bewegen. Einzelne Tiere würden mit einer Geschwindigkeit von bis zu sechs Meter pro Sekunde in Tiefen von fast 2000 Meter tauchen, wo die Temperatur nur rund vier Grad Celsius betrage, schreiben die Forscher in «Nature Communications». Das spezielle Organ, das den Teufelsrochen beim Tauchen hilft, ist ein sogenanntes Wundernetz («Rete mirabile»): Eine Arterie verzweigt und vereinigt sich wieder, um an einer Stelle die Wärme auszutauschen.
Beinahe 50 Prozent der neu registrierten Hunde im Kanton St. Gallen stammen aus dem Ausland. Ein Teil wird illegal importiert – eine preisgünstige, aber gefährliche Variante: Viele Tiere stammen aus Gebieten mit Tollwut.
Die Anzahl der in die Schweiz importierter Hunde nimmt jährlich zu, wie das Gesundheitsdepartement des Kantons St. Gallen gestern mitgeteilt hat. Unter den neu registrierten Hunden betrage der aus dem Ausland stammende Anteil beinahe 50 Prozent. Bedenklich jedoch sei die Anzahl illegal importierter Hunde. Solche stammten teilweise aus Gebieten mit Tollwut oder dürften wegen ihres zu jungen Alters noch gar nicht in die Schweiz oder ein EU-Land importiert werden. Die illegal importierten Hunde stammen vor allem aus Serbien, Bosnien-Herzegowina, Rumänien und der Türkei. «In diesen Regionen erkranken die Haustiere öfter an Tollwut.» Das Risiko, ein krankes Tier zu importieren, sei somit grösser. «Besonders teurere Rassen, bei denen ein regulärer Import aufwendig sein kann, werden oftmals illegal eingeschleust.» Gemeint sind Rassen wie Chihuahua, American Staffordshire, American Bulldog, Rottweiler und Cane Corso.
Bis zu 35'000 Tonnen Plastikmüll treiben laut einer Studie auf den Meeren dieser Welt. Das ist laut den Wissenschaftlern jedoch deutlich weniger als bislang geschätzt. Die Studie wurde am Montag im «Proceedings of the National Academy of Science» veröffentlicht.
Die Daten wurden von einem Forschungsschiff bei einer Fahrt rund um die Welt an 141 Orten erhoben. Zudem stützte man sich auf andere Untersuchungen. Erfasst wurde nur Plastik, das auf der Meeresoberfläche treibt.
Erstmals seit der Ausrottung Ende des 18. Jahrhunderts ist im Kanton Glarus wieder ein Wolf nachgewiesen worden. Gemäss DNA-Proben stammt das Tier aus der «italienisch-französischen-schweizerischen Alpenpopulation», wie die Glarner Jagdbehörden am Freitag mitteilten.
Das Raubtier hatte Ende Mai/Anfang Juni auf einer Alp oberhalb Netstal auf Gebiet der Gemeinde Glarus sieben Schafe aus einer Herde mit etwa 100 Tieren gerissen. Wo sich der Wolf derzeit aufhält, ist laut den Behörden nicht bekannt.
Auf der Schafalp „Usser Wiggis“ sind seit Anfang Juni zum Schutz der Schafe zwei Herdenschutzhunde und ein Hirte im Einsatz.