Das arktische Meereis weist in diesem Jahr die geringste Winterausdehnung aller Zeiten aus, gab das US-amerikanische Nationale Datenzentrum für Schnee und Eis (NSIDC) bekannt. Die Nachricht führt die Folgen des Klimawandels drastisch vor Augen, nachdem 2014 bereits das wärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1880 war.
Verantwortlich für den niedrigen Eisstand war unter anderem ein ungewöhnlich warmer Februar in Teilen von Alaska und Russland. Verglichen mit der durchschnittlichen Wintereisausdehnung der Jahre 1981 bis 2010 ging damit in der Arktis eine Eisfläche von fast 1,1 Millionen Quadratkilometer verloren. Das ist fast dreimal die Fläche von Deutschland.
Das ist kein Rekord auf den man stolz sein kann.
Der Pfefferspray-Nachschub der Polizei ist gesichert. Zur Verfügung stehen 40 000 volltaugliche Dosen plus 10 000 mit einem Trainingsspray, die von einem Hersteller aus dem Schwabenland geliefert werden. Damit sei der Bedarf für die nächsten drei Jahre gesichert – für die Polizeien in Hessen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Baden-Württemberg.
Mehr als 1800 halb verhungerte, ausgemergelte Jungrobben sind in den letzten Wochen an die kalifornische Küste gespült worden. Freiwillige versuchen, sie vor aggressiven Hunden zu schützen und mit Thunfisch aus der Dose zu ernähren. Doch oft kommt die Hilfe zu spät. Die Tiere sind zu schwach und müssen getötet werden. «Die Seelöwen sind die Wächter des Meeres, weshalb diese Krise ein weit grösseres Problem der Ozeane anzeigt», sagt Laura Sherr vom Marine Mammal Center in Sausalito. Ungewöhnlich warmes Wasser zwinge die Fische zum Ausweichen und Abtauchen in kühle Gewässer, was die Nahrungskette durcheinanderbringt. Das Robbensterben bildet nach Ansicht der Meeresbiologen deshalb nur den offensichtlichen Aspekt eines grösseren Dominoeffekts.
Basler Zoologen sind einem Geheimnis der farbenprächtigen Korallenriffe auf der Spur: Sie haben vor Australien Zwergbarsche entdeckt, die ihre Farbe ändern, um andere Fische zu imitieren - um dann deren Jungen leichter fressen zu können.
Der Farbwechsel hilft den Zwergbarschen auch, sich vor eigenen Fressfeinden zu schützen. Die Forscher berichten von ihrer Arbeit in der aktuellen Ausgabe des Wissenschaftsmagazins "Current Biology".
Tropische Korallenriffe wie das Great Barrier Reef vor Australien gehören zu den farbenprächtigsten Lebensräumen der Erde. Doch diese Farbenvielfalt stellt die Wissenschaft immer noch vor Rätsel: Wieso kommen gerade dort so viele bunte Organismen wie Korallen, Krustentiere und Fische auf engstem Lebensraum vor?
Eine Boa Constrictor hat in Buenos Aires am Donnerstag Tierärzte, Feuerwehr und Zivilschutz in Atem gehalten. Die drei Meter lange und 30 Kilogramm schwere Würgeschlange war am Sonntag aus einem Haus in Banfield entwischt, als ihr Besitzer ein Nickerchen hielt.
Bei den Nachbarn hatte seit dem Verschwinden des Tieres nach und nach Panik eingesetzt. Nach intensiver Suche wurde die Schlange namens Margarita am Donnerstag schliesslich bei ihrem Besitzer. zusammengerollt in einem Schrank, wiederentdeckt.
Auf Anordnung der Justiz wurde sie ein Reptilienhaus südlich von Buenos Aires gebracht.
Der Städter stellt sich den Frühling auf dem Land romantisch vor: mit Obstblüten, Vogelgezwitscher und lauen Lüften. Das bekennende Landei weiss es besser. Die Romantik gilt es zu verdienen. Denn der erste Frühlingsbote ist der: Es liegt tagelang Gülleduft in der Luft.
Der Silsersee im Engadin und der Lago di Poschiavo im Puschlav sind nach wie vor attraktive Salmonidengewässer. Die historische Artenvielfalt wurde jedoch durch die Einfuhr von Fischarten aus andern Einzugsgebieten in den letzten Jahren stark beeinflusst, wie eine Studie zeigt.
Ausgesetzt wurden insbesondere Seesaiblinge, kanadische Seeforellen (Namaycush) und Bachforellen aus mehreren andern Einzugsgebieten, wie das Wasserforschungsinstitut Eawag in einer Mitteilung vom Mittwoch schreibt. Genetische Analysen hätten gezeigt, dass diese eingeführten Fische sich mit einheimischen Arten gekreuzt hätten und dadurch grosse Verluste an Biodiversität eingetreten seien.
So habe die ursprüngliche Poschiavo-Seeforelle ihre Eigenständigkeit weitgehend verloren, und von der Marmorforelle (Salmo marmorata) sowie der Adriaforelle (Salmo cenerinus) seien im Lago di Poschiavo die wohl bald letzten Exemplare in der Schweiz gefunden worden.
Knapp halten konnte sich laut Eawag eine einheimische Population von Schwarzmeerforellen (Salmo labrax) im Silsersee - und dies trotz Besatz mit atlantischen Forellen. Die Schwarzmeerforelle komme sonst nirgends mehr vor in der Schweiz.
Andy Fraser, Bassist der britischen 70er-Jahre-Rockband Free, ist tot. Er starb am Montag im Alter von 62 Jahren im kalifornischen Temecula.
Fraser war 1970 Co-Autor des Welthits «All Right Now». Später schrieb er Songs für Joe Cocker, Chaka Khan oder Rod Stewart. In den 1980er Jahren erkrankte der britische Musiker zunächst an Krebs und dann an Aids. Sein letztes Soloalbum erschien 2005.
Eigentlich ist Kater Louis in der Kathedrale von Wells im Südwesten Englands für die Mäusejagd zuständig. Doch in jüngster Zeit steht das 17-jährige Tier wegen Angriffen auf ausgewachsene Hunde in der Kritik. «Dieser halb verwilderte Kater hat sich wie ein zorniger Löwe auf meinen Hund Millie gestürzt», zitierten mehrere britische Zeitungen gestern Hundebesitzerin Mandie StoneOutten. «Eine Reihe von Leuten» hätten bestätigt, «dass es sich um den Kathedralenkater Louis handelte, der hin und wieder verrücktspielt». Eine Sprecherin der Kathedrale war sich da nicht so sicher. «Wir wurden auf einen Vorfall in Wells hingewiesen, in den Louis verstrickt gewesen sein könnte», sagte sie. Allerdings sei dies «nicht absolut sicher, weil es andere Katzen mit rötlichem Fell gibt, die in Wells herumspazieren».
Der Kater war schon vor seinem Imagewechsel eine Berühmtheit: Der Kathedralenladen verkauft ein Buch über ihn, und im zugehörigen Café ist eine Kekssorte nach ihm benannt
Erste Sommerboten sind eingetroffen. Wie der Schweizer Vogelschutz/Bird Life Schweiz am Montag meldete, sind im Land die ersten Rauchschwalben gesichtet worden, noch vor dem meteorologischen Frühlingsanfang.
Die meisten Schwalben werden aber erst in den kommenden Wochen erwartet. Die nur etwa 20 Gramm leichten Vögel ziehen bis zu 9000 Kilometer weit, um aus ihren Winterquartieren in Afrika in die Brutgebiete hierzulande zu gelangen. Sie nisten in offenen Ställen und Scheunen und bauen ihre Nester mit Lehm.
Die eigenwillige Waldrappdame Shorty, die in der Krankenstation des Tierparks Goldau aufgepäppelt wurde, kann nun zu ihren Artgenossen nach Deutschland zurückkehren. Eine Mitarbeiterin des Waldrappteams hat sie gestern in Goldau abgeholt. Allmählich fühle sich Shorty einsam in der Quarantänestation, teilten der Natur- und Tierpark Goldau und das europäische Waldrappteam in einer gemeinsamen Mitteilung mit. Die Waldrappdame sehne sich nach ihren Artgenossen. Shorty sei inzwischen bald drei Jahre alt und damit geschlechtsreif. Sie brauche einen Partner, mit dem sie hoffentlich in diesem Frühling Waldrappküken aufziehen werde.
Die Ebola-Epidemie in Afrika scheint abzuflauen, doch ihre Folgen werden die betroffenen Länder noch lange spüren: Viele Impfprogramme konnten nicht fortgeführt werden, nun droht die Ausbreitung von Infektionskrankheiten. An den nun drohenden Krankheitswellen könnten mehr Menschen sterben als an Ebola selbst, wie Forscher im «Science» schreiben. Zielgerichtete und intensive Impfkampagnen seien nötig.
Masern-Epidemien folgten häufig auf Krisen im humanitären Bereich, etwa nach Kriegen, politischen Unruhen oder Naturkatastrophen, schreiben die Forscher um Saki Takahashi von der Princeton University, New Jersey. Bis zum Ausbruch von Ebola in Westafrika im Dezember 2013 konnten die betroffenen Länder einige Erfolge im Kampf gegen die Masern verbuchen und hatten für die Zukunft umfangreiche Impfkampagnen geplant. Die Ebola-Epidemie hat diese Pläne durchkreuzt. Viele Gesundheitszentren mussten schliessen, andere wurden von den Menschen aus Angst vor Ansteckung gemieden.
Während bei uns schon lang gefastet wird, feiert Ermatingen die letzte Fasnacht der Welt. Die Gruppenfasnacht findet immer drei Wochen vor Ostern statt. Der Brauch geht auf ein Ereignis das genau vor 600 Jahren geschah. Die Ermatinger boten im Jahr 1415 Papst Johannes XXIII auf der Flucht Unterschlupf im Pfarrhaus und verköstigten ihn mit einem Groppengericht.
Holzstich 1896